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Furikake ist ein Streugewürz, welches z.B. in Japan gerne auf den ungewürtzten Reis gestreut wird. Die meisten Furikake enthalten jedoch irgendwelchen getrockneten Fisch, manchmal Ei und Geschmacksverstärker.
Mittlerweile hab ich gelernt, zumindest so verstanden, dass ein natürlicher Geschmacksverstärker „Umami“ heißt.
Deshalb wage ich es zu sagen,dass gedörrtes Obst und Gemüse voll von Umami ist, weil es einfach konzentriert ist.

Bei
http://justbento.com/handbook/johbisai/homemade-furikake-no-2-carrot-and-sesame

hab ich ein veganes Furikake Rezept gefunden.
Bei ihr werden 4 EL Sesamsamen geröstet, bis sie duften oder ploppen (bitte vorsichtig sein sonst schmeckt der Sesam gewöhnungsbedürftig bitter…) da nach in einer extra Schüssel (nicht aus Plastik, der Sesam ist wirklich heiß) für später aufbewahrt.
Dann werden ca. 4 klein geraspelte Karotten in einer fettfreien beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Wenden langsam getrocknet. Und das dauert wirklich lange, angeblich um die 20 Min… bei mir fühlt es sich noch länger an.

Was natürlich die Trockenzeit verkürzt, geht ganz leicht, die Karottenraspeln vorher aus zu drücken. (Dafür hatte ich die Raspeln in ein feinmaschiges Sieb getan, über eine Schüssel gehängt und mit den Händen auf die Raspeln gedrückt – evtl auch eine Idee für Karottensaft-Selbstprodukion-Rest alias Trester?) Den Saft könnt ihr aufbewahren und später zum Reiskochwasser dazu geben.

Also wenn die Karottenraspeln dann wirklich super duper trocken sind kommen noch 2 EL Soja Sauce dazu, dabei schön umrühren bis es sich verteilt und verdampft hat. Das geht dann wieder sehr schnell.
Und was wirklich dem ganzen einen geschmacklichen Pep gibt ist der halbe EL Zucker – wieder fein eingerührt sowie 1/4 Nanami Tohgarashi oder Paprika Pulver.
Mit Salz nochmal abschmecken und zu dem Sesam hinzufügen, in der Schüssel auskühlen lassen, da nach luftdicht aufbewahren. Wenn die Karotten schön getrocknet sind (das Anfangsvolumen verringert sich übrigens dramatisch) dann hält sich das wirklich lange… wenn man es nicht vorher auf isst.

So, jetzt die gedörrte Abkürzung, zumindest für mich. Ich hatte einmal hauchdünne Karottenscheiben und den Strunk von zwei Brokkoli, ebenfalls hauchdünn in Scheiben, mit Soja Sauce von mittags bis abends mariniert. Dann über Nacht in den Dörrautomaten gepackt.
Am nächsten Morgen waren die zu schönen Knusperchips geschrumpft.
Nach dem abkühlen kamen sie in den Mörser und wurden zerbröselt. Dazu kamen die oben genannten trockenen Gewürze und zum Schluss ausgekühlter gerösteter Sesam. Fertig.

Auf dem Foto seht ihr links Karotten-Sesam-Furikake und rechts Brokkoli-Sesam-Furikake auf Reis.
Mausl2.1 und Mausl2.2 standen beim Fotografieren der Schüssel schon hungrig neben mir und inhalierten darauf hin den Reis mit Furikake in kürzester Zeit…

Beim nächsten mal werd ich jedoch versuchen etwas Öl dem ganzen unterzujubeln damit die fettlöslichen Vitamine von den Karotten aufgenommen werden können.

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