Vegetarisch oder auf dem Weg zum Veganen

Zu meinem Glück durfte ich in einer vegetarischen Familie aufwachsen, d.h. ich bin mein ganzes Leben Vegetarierin. Natürlich hab ich auch einmal Fleisch probiert, in einer Zweifelphase, bzw. in einer Verliebtphase und stellte dabei fest dass 1. mir das überhaupt nicht schmeckt und 2. mich die Vorstellung von einem toten Tier abschreckt, das extra dafür gestorben ist, obwohl es so viele andere und leckere Möglichkeiten gibt den Teller und Bauch zu füllen.

Mein Mausrich dagegen ist total der Fleischesser und es war Anfangs etwas schwierig so zu kochen, dass auch ein Fleischesser dabei glücklich wurde.

Doch:

Er hatte mich oder Vegetarier im Allgemeinen bei einer Grillparty letzten Jahres, bei der ich wegen Babysittermangel nicht dabei war, verteidigt als gerade eine Diskussion geführt wurde dass man doch gar nicht vegetarisch leben könnte. Mausrich erklärte, dass seine Mausili eine Vegetarierin wäre und das man sehr gut so leben könnte und es auch sehr gut schmeckte.

Braver Mausrich, ich hab mich wirklich sehr gefreut.

Lustigerweise war ich zu dem Zeitpunkt dabei mich zu fragen wie ich am besten auf vegan umstellen könnte ohne das ungute Gefühle dabei auftreten.

Letztendlich verändere ich unsere Ernährung zu Hause schleichend ohne großen Tamtam. Und ich glaube das ist für uns der beste Weg.

Jedoch:

Unsere Mausilis dürfen selbst entscheiden was sie in Zukunft sein wollen, Vegetarier oder Fleischesser, wir versuchen sie nicht zu beeinflussen bzw. den Respekt vor einander zu bewahren. Das heißt wenn Mausrich z.B. eine Brot mit Salami isst und die Mausls es probieren wollen, dann dürfen sie das. (Und wenn es ihnen nicht schmeckt so freue ich mich heimlich hehe) Aber es führt keiner von uns eine Gehirnwäsche.

Der Gedanke an eine Umstellung fing damit an, dass es mich ärgerte für Muffins, Kuchen oder Kekse so gut wie immer mind. ein Ei zu brauchen. Dass wieder ein Tier „nur“ fürs Backen höchstwahrscheinlich ein Tierentfremdetes Leben führen musste…

Also fing ich an Eier gegen Sojamehl ( 1 Ei entspricht 1 EL Sojamehl und 2 El Wasser – unbedingt vorher anrühren und dann dem Teig hinzu gefügen, sonst hat man schlecht verteilte Klumpen) oder reife Bananen (1 Ei entspricht einer halben Banane) auszutauschen. Natürlich gibt es noch mehr Möglichkeiten, in manchen Fällen geht einfach auch nur Kartoffelmehl/stärke.

So kam es, dass nach über einem halben Jahr Umstellung unsere Nachbarin an der Tür klopfte und fragte ob wir Eier für sie hätten. Mausrich ging hilfsbereit an den Kühlschrank und suchte dort vergebens nach Eiern. „Schatz, haben wir keine Eier mehr?“, fragte er mich. „Wir haben schon seit einem halben Jahr keine mehr.“ Man sieht, es fällt gar nicht auf, wenn man es nicht an die große Glocke hängt.

100% Vegan, puh, wer das schafft, mein Respekt. Da muss man so aufpassen, weil überall Süßmolke oder Eipulver drin ist. Man kann kaum mehr was vom Bäcker kaufen, den Mausls den Wunsch von einer Butterbrezel oder Fertigpizza erfüllen, ebenso wie unterwegs beim Zoo Crêpes, Waffeln und Co. (Zoo ist natürlich auch ein Thema für sich… da steh ich im Zwiespalt, wegen Tiergerechter Haltung, Artenschutz, Information etc..)

Nichts desto trotz möchte ich hier paar Anregungen oder Links angeben um anderen vielleicht einen Anreiz zum Verändern zu geben.
Oder eben zeigen, dass man durch schöne Bentos für unterwegs es auch schaffen kann..
Und hey, hab ja 3 Mausls, bei mir muss vieles schnell gehen und wenn ich das (mit Ausnahmen) schaffe, dann schaffst Du das sicherlich auch!

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